DIDAKTIK

LEHREN | LERNEN

Alles rund um Farbparadigmen, Farbprinzipien, Anwendungsgebiete der Farbe und die Vermittlung von Farbthemen in Kunst und Design.

Die Farbenlehre

Farbe wird subjektiv wahrgenommen, künstlerisch interpretiert, emotional bewertet und wird zudem von Faktoren wie dem kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund, biologischen und physikalischen Gegebenheiten, sowie den erlebten „Farberfahrungen“ beeinflusst. Richtig angewandt bietet dieses Wissen über Farbe vielfältige Möglichkeiten zur zielgerichteten Gestaltung in Design und Kunst. Die Farbenlehre soll die Wahrnehmung und Reflexion schulen und zum Umgang mit Farbe befähigen.

FARBEN | colors

Farbparadigmen

Was ist eigentlich Farbe? Diese Frage lässt sich gar nicht so leicht beantworten: Denn Farbe lässt sich sowohl physikalisch, physiologisch als auch psychologisch erfassen und wird zudem immer von Erfahrungen und Erwartungen beeinflusst.

Farbprinzipien

Farbe ist allgegenwärtig und stellt damit ein visuelles Wahrnehmungsphänomen dar, welches uns täglich beeinflusst. Sie kann unter anderem Dinge kommunizieren, symbolisieren, abstrahieren, vereinfachen, beeinflussen, leiten, Assoziationen auslösen und Erlebtes wiedergeben.

Farbanwendung

Durch die vielfältigen Eigenschaften und Prinzipien der Farbe ist der Umgang und die Auseinandersetzung mit Farbe von zentraler Bedeutung für Design und Kunst, weshalb Farbgestaltungen in zahlreichen Anwendungsgebieten zum Einsatz kommen.

LEHREN & LERNEN | teaching & learning

FARBEN.LEHREN.LERNEN.

Die umfangreichen und vielfältigen Möglichkeiten von Farbe machen eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Farbenlehre im Kunstunterricht zu einem wichtigen Thema in der Bildung. Doch obwohl das Thema bereits im Bildungssystem angelangt ist, geht die Wissensvermittlung der Farbenlehre an vielen Schulen nicht weit über einseitige Farbsystematiken hinaus.

Ziel meiner Promotion ist es, den Lehrinhalt der Farbenlehre auf einen, aus Sicht der Kunst und des Designs, zeitgemäßen, farbtheorie-unabhängigen Stand zu bringen und Lehrende in der Wissensvermittlung von Farbthemen zu unterstützen.

Neben der Definition eines zeitgemäßen Farbcurriculums steht vor allem die Entwicklung von Lehrmaterialien im Fokus meiner Forschung, welche folgende Lernbereiche umfassen:

Mischgesetze

Der Bereich Mischgesetze fördert die Differenzierung und Anwendung additiver, subtraktiver und optischer Mischungen von Farben, sowie das Grundverständnis von Farbräumen und -systemen. Weiter werden Farben gezielt mit den Parametern Farbton, Helligkeit und Sättigung beschrieben. Neben der Schulung der Farbdifferenzierung werden zudem Fähigkeiten zum gezielten Ermischen und Reproduzieren von Farbtönen, Farbnuancen und Farbübergängen entwickelt.

Farbkontraste

Der Bereich Farbkontraste schult die Kenntnisse über die Interaktion von Farben und deren Einflussfaktoren. Zudem wird das Verständnis und die Anwendung von Farbprinzipien, sowie das Erkennen, Analysieren und Erzeugen von Kontrastwirkungen gefördert. Farbkombinationen und Farbwirkungen werden gezielt in den Disziplinen Malerei, Raum und Grafik ausgetestet und angewandt.

Wahrnehmung

Die Kategorie Wahrnehmung schult die bewusste (Farb-)wahrnehmung in Abhängigkeit ihrer Einflussfaktoren und befähigt zur Differenzierung von Farbe in Physik, Physiologie und Psychologie. Ebenso wird ein Verständnis kulturell und biologisch begründeter Unterschiede in der Farbwahrnehmung entwickelt.

Farbbedeutung

Geschult werden das Bewusstsein der Aussagekraft von Farbbedeutungen, das Erkennen und Analysieren dieser, sowie das Mitdenken im Gestaltungsprozess individueller, kultureller, gesellschaftlicher und biologischer Bedeutungen und Funktionen von Farbe. Farbbedeutungen werden gezielt bei der Erstellung von Farbcodierungen genutzt und Farbe in der Gestaltung als Informations- und Bedeutungsträger eingesetzt.

Gestaltungstechnik

Im Fokus der Gestaltungstechnik steht das Kennenlernen verschiedener Gestaltungstechniken mit Farbe, der Umgang mit verschiedenen Farbmitteln, sowie freies und experimentelles Erproben und zielgerichtetes Gestalten. Zudem werden die Farbwirkungen unterschiedlicher Auftragstechniken analysiert und gezielt für bestimmte Darstellungsabsichten eingesetzt.